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Schmiddi in Schweden - Part 5 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Andrea Schmutz   
Dienstag, 30. März 2010

Die letzte Nachricht aus dem Norden...

Seit meinem Kurzaufenthalt über Weihnachten habe ich mich via Blog nicht mehr gemeldet. Weshalb? Keine Ahnung. Aber irgendwie war ich immer mit anderen Dingen beschäftigt. Was ist seither geschehen?

 

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 Mi Block  Katze im Schnee

 


Januar

Direkt nach meiner Rückkehr nach Schweden stand für mein Team die Distriktsmeisterschaft auf dem Programm. Für die DM können sich alle Teams des Distriktes (in meinem Fall Örebro Län) anmelden und dann wird eine Vorrunde, ein Halbfinale und ein Finale gespielt. Die Vorrunde (welche ich verpasst habe) konnten wir souverän gewinnen und sind dadurch ins Halbfinale eingezogen. Auch das Halbfinale war eine klare Angelegenheit für uns. Und somit war klar, dass wir am 6. Februar im Finale ein weiteres Derby gegen ÖSK spielen werden.
Die DM fand am 6. Januar statt und am 9. Januar war bereits wieder Meisterschaft angesagt. Obwohl ich davor fast drei Wochen nur wenig trainiert hatte, durfte ich das erste Spiel bereits spielen. Nach einem sensationellen Start (2:0 nach 80 Sekunden...) verloren wir dieses Spiel in der Verlängerung. Minus zwei wichtige Punkte...
Und irgendwie ging es so weiter. Im nächsten Spiel konnten wir gegen ein Top-Team unserer Gruppe zwar noch einen schönen 6:3-Sieg einfahren. Dies sollte aber der letzte gewesen sein. Was dann folgte war eine Niederlagenserie... Und begonnen hat es im Spiel gegen ÖSK. 5:0 stand es nach 20 Minuten. Dann konnten wir uns etwas fangen und verloren die restlichen 40 Minuten nur noch mit 4:3. Im Heimspiel gegen Köping herrschte in der Kumlahalle eine unvergessliche Stimmung. Ca. 30 Mitglieder des Herrenteams von Köping wollten sich dafür revanchieren, dass ein Vater von uns beim Spiel in Köping mehr Stimmung gemacht hat als das ganze restliche Publikum... Trommeln und 60 Minuten Gejohle und schon waren die 3 Punkte weg... Zu sagen gibt es noch: Im Spiel gegen uns waren zum letzten Mal die Zwillinge Lindgren für Köping unterwegs, welche das Spiel praktisch alleine entschieden haben. Danach wechselten sie zu Rönnby und sorgen dort immer noch für Furore in den Play-Offs...

Neben dem Unihockey gab es im Januar eigentlich nur eine noch grössere Menge Schnee und noch viel tiefere Minuszahlen auf dem Thermometer...

 

Februar
Im Februar standen genau noch 4 Spiele auf dem Programm. Das DM-Finale und drei kapitale Spiele gegen andere Abstiegskandidaten aus unserer Gruppe. Im DM-Finale zeigten wir eine super Leistung und mussten uns gegen ÖSK nur knapp geschlagen geben. Im Spiel gegen Linköping klebte uns das Pech an den Fersen wie der Handballkleister am Boden... Zwei aberkannte Tore, eine fragliche Strafe zwei Minuten vor Schluss und weg waren auch hier die zwei Punkte. Auch wenn ich hier in Schweden grundsätzlich mit den Leistungen der Schiedsrichter zufrieden war, ist es schon etwas komisch, wenn Schiris aus Linköping ein Spiel zwischen Linköping und Kumla pfeifen dürfen...
Was dann folgte war das Spiel mit der wohl blödesten Anspielzeit ever! Zwischen Kumla und Göteborg liegen cirka 5 Stunden mit dem Bus. Bei Schnee sogar noch etwas länger. Was denkt man sich dann, wenn man ein Spiel morgens um 11:00 Uhr in Göteborg ansetzt? Nichts! Aber ja, wir haben uns organisiert und die Nacht in einem Hotel in Göteborg verbracht. Auch nicht so schlecht. Das Spiel gehört dann eher zu der Sorte: Tja, selber schuld... Wir hatten das Spiel bis auf 5 Minuten unter Kontrolle. Doch aus irgendeinem Grund haben wir in diesen 5 Minuten total den Faden verloren. Vom 3:1 für uns zum 4:3 gegen uns... Wir haben uns auch hier wieder gefangen, das Tor wollte aber nicht fallen. Niederlage und die Chancen auf den Ligaerhalt waren nur noch theoretischer Natur...
Obwohl das so war, wollten wir im letzten Spiel noch einmal allen zeigen, was in uns steckt. Dies gelang uns auch recht gut. Wir konnten das Spiel nach Verlängerung gewinnen. Für den Ligaerhalt hat es aber nicht gereicht. Mit 22 Punkten steigen wir ab...
Fazit: Eigentlich waren wir kein so schlechtes Team. Wir hatten die ganze Saison mit ziemlich vielen Verletzungen zu kämpfen (unsere U19-Spielerin ist nach 2 Spielen für die ganze Saison ausgefallen...). Was uns gefehlt hat, war die mentale Stärke um knappe Spiele zu wenden und eine Spielerin, die in den wichtigen Momenten Tore erzielt... Trotzdem nehme ich viele gute Erinnerungen mit. Und Kumla hat sich zum Ziel gesetzt sofort wieder in die 1. Division aufzusteigen. Dass dies nicht unrealistisch ist, zeigt die Tatsache, dass praktisch alle Spielerinnen in Kumla bleiben. Zudem haben wir in unserem Nachwuchsteam (94/95) die besten Juniorinnen des Distrikts und zwei davon figurieren sogar unter den Top100 der talentiertesten Spieler (Jungs und Mädchen zusammen) unter 16 Jahren.

Im Februar gab es neben noch mehr Schnee und den noch kälteren Temperaturen vor allem die olympischen Spiele (wo die Schweiz dank den vielen Goldmedaillen vor Schweden platziert ist...) und meinen ersten Besuch aus der Schweiz. Raclette-Essen in Ørebro und eine Winterwanderung am Vätternsee inklusive.

 

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 Selber gemachte Prinsesstårta  Raclette in Örebro

 

März
Mit dem März war dann auch Schluss mit Unihockey. Also eigentlich nur mit aktivem Unihockey. Denn ÖSK spielt noch. Die Herren eher ungewollt in der Qualifikation für die neue Allsvenskan (SuperLigan, Allsvenskan, Division 1 statt SuperLigan, Division 1) und die Damen eher gewollt in der Qualifikation für die EliteSerien. Bei beiden sieht es im Moment eigentlich ziemlich gut aus. Die Damen benötigen noch einen Sieg für den Aufstieg und die Herren noch zwei Siege für die Allsvenskan. Das Niveau in der EliteSerien-Quali der Damen ist eher etwas beängstigend. Der Sieger der 1. Division Södra war katastrophal schlecht. Der Sieger der 1. Division Norra hat zumindest im Spiel hier in Örebro etwas enttäuscht. Und der Kontrahent aus der EliteSerien (Karlstad) ist nur in einem Bereich wirklich überlegen: der Physis...

Im März stand auch grosses Abschiednehmen auf dem Programm. Am letzten Wochenende sind Bacc und Eva definitiv und Giorgio für 10 Tage in die Schweiz zurückgereist. Im Moment bin ich also der letzte Schweizer in Kumla. Und schon bald geht es auch für mich wieder zurück in die Schweiz. Und zwar in drei Wochen. Pünktlich zum SM-Finale werde ich hier abgeholt. Und dann geht es über Umwege zurück nach Bern. Was ich dort dann machen werde? Keine Ahnung! Zwinkernd Job suchen, Wohnung suchen und mir Gedanken zur Zukunft machen.

 

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 Sonnenuhr  Ungewisse Zukunft

 

Aja: Wettertechnisch sieht es jetzt etwas besser aus. Wir haben Plusgrade und der Schnee schmilzt in Rekordzeit. Lächelnd

Was bleibt mir jetzt noch?
• Merci sagen fürs Lesen
• Sorry für das lange Warten auf den letzten Bericht
• Viel Glück für die Zukunft!

Hej då Wizards! Vi ses...

Schmiddi

 

Die nächsten Spiele

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